Bericht aus Annaberg/Stollberg 2017

Jahresbericht für das Teilprojekt „Mensch komm mit!“ für die am stärksten benachteiligten Personen und von sozialer Ausgrenzung bedrohten Personen im Landkreis Erzgebirge, am Standort Aue, für das Jahr 2017
Diakonisches Werk Annaberg- Stollberg e.V.

Projektverlauf

Wie auch schon 2016 fand eine kontinuierlich aufsuchende Hilfe bei den betroffenen Klienten, vor allem an deren Wohn- oder Aufenthaltsorten statt. In den meisten Fällen bekamen wir Hinweise von anderen beteiligten Institutionen oder Angehörigen der Betroffenen. Klassische Straßensozialarbeit war auf Grund der hohen Fallzahlen durch konkrete Hinweise kein Schwerpunkt.
Einzugsbereich war der gesamte Erzgebirgskreis.
Weiterhin erfuhren wir viel Zustrom von Klienten, die aus eigenem Antrieb zu unseren Standorten in Annaberg, Aue und Stollberg kamen.
Unsere Anlaufstelle in Aue wurde noch reger besucht als letztes Jahr. Zum größten Teil Personen, die uns bereits bekannt waren und nun regelmäßig erscheinen, aber auch einige Neuzugänge. Die Mehrzahl der Besucher nutzten den Aufenthaltsraum, um den Kontakt zu anderen Betroffenen oder zu uns zu suchen. Einige kamen auch nur, um andere Angebote zu nutzen. (Dusche, Waschmaschine, Haare schneiden etc.)
Da in unserem diakonischen Werk verschiedenste Beratungsstellen und Angebote existieren, konnten viele Klienten an Kollegen vermittelt werden. Auch eine direkte Weitervermittlung an zuständige Behörden oder medizinische Einrichtungen erfolgte häufig. Meist wurden die Betroffenen dorthin begleitet oder die Vermittlung wurde durch Rückmeldungen der Kollegen, Mitarbeiter der Behörden oder der Betroffenen selbst sichergestellt.

Output- und Ergebnisindikatoren für 2017

  • Gesamtfallzahl: gefordert 136 Fälle erreicht 147 Fälle gefordert.
  • Positiv vermittelt: gefordert 70% erreicht 89,1%
  • Anteil weiblich: gefordert 25% erreicht 32%

Netzwerk

Abgesehen von den bisherigen Netzwerkpartnern konnten auch neue Kontakte geknüpft werden wie z.B. Ambulanter Hospizdienst, Bewährungshilfe Aue und Stollberg, Migrationsberatung Erzgebirgskreis, Krankenhäuser Stollberg, Aue und Wiesen.
Es fanden auch mehrere konstruktive Gespräche mit dem Landtagsabgeordneten Herrn Colditz von der CDU statt.

Kooperation

Die Zusammenarbeit mit dem Referat Soziale Hilfen gestaltete sich maßgeblich durch die Vermittlung von Klienten sowie die regelmäßige fachliche Absprache in konkreten Fällen.

Projektmitarbeiter: Sebastian Markert


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